Vereinschronik

Am 24. Oktober 1924 schlug die Geburtsstunde der heutigen Spielver­einigung Langenneufnach. Im Haus Nr. 6 in Wollmetshofen gründete Josef Huber unter dem Vereinsnamen „Fußballver­einigung Stern Wollmetshofen" zusammen mit 15 weiteren Fußball­besessenen den Verein, aus dem zwei Jahre später die Spielvereinigung Langenneufnach entstehen sollte. Von den damaligen Gründungs­mitgliedern sind uns heute noch 13 namentlich bekannt: Neben Josef Huber waren dies: Michael Mayer, Anton Übelhör, Adolf Peter, Hermann Fischer, Max Würth, Johann Wenninger, Martin Meier, Fritz Kraus, Alois Bäurle, Josef Wenninger, Max Fischer und Michael Rindle.

Am 1. 5. 1926 wurde der Sportverein Langenneufnach - Wollmetshofen gegründet. 23 Mitglieder trafen sich zur Gründungsversammlung und be­schlossen folgende Satzung:
Der Verein trägt den Namen Sportverein Langenneufnach - Wollmetshofen
Die Farben des Vereins sind weiß/ schwarz
Der Verein hat seinen Sitz in Langenneufnach
Das Vereinslokal ist die Gastwirtschaft zur Post, Josef Mayr, in Langenneufnach.
Hier die erste Vorstandschaft:
1. Vorstand Büchele Alfred (Zahnarzt); 2. Vorstand Wenninger Hans (Müller), Schriftführer Huber Josef, Hauptkassierer Bäurle Alois, Unterkassierer Holzinger Matthäus, Spielführer 1. Mannschaft Kraus Fritz, Ballwart Huber Josef, Platzwart Wenninger Hans
Ab 1933 hielt die Politik Einzug in den Verein. Alle Vereine wurden durch die NSDAP gleichgestellt. Führende Vereinsarbeit durften nur Mitglieder der Partei leisten. Die Vorstandschaft musste von der politischen Über­wachungsstelle genehmigt werden. So kam es, dass von der örtlichen Parteileitung die Ablösung des gewählten 1. Vorstandes Max Micheler betrieben wurde und ein neuer Vorstand gewählt werden musste. Mehrere Male stand deshalb der Verein vor der Auflösung. Doch es fanden sich immer wieder Idealisten, die bereit waren, auch unter widrigsten Um­ständen den Verein fortzuführen. Ein häufiger Wechsel des 1. Vorsitzenden war deshalb in dieser Zeit an der Tagesordnung. Genaue Angaben dieser schwierigen Etappe des Vereins sind nicht möglich, weil die Protokollbücher offensichtlich gefälscht wurden. Die letzten Aufzeichnungen sind vom 18. 6. 1939. Die Aktivitäten des Vereins wurden dann wegen des Kriegsbeginns eingestellt.
Im August 1945 kehrte Max Micheler aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Die große Sportbegeisterung der Langenneufnacher Jugend gab ihm den Mut, bei der Militärregierung in Schwabmünchen die Auflösung des bestehenden Sportvereins zu betreiben. Durch gute Beziehungen zum TSV Schwabmünchen konnte Max Micheler eine Mustersatzung erhalten, die er dann den Bedürfnissen des Langenneufnacher Sportvereins anpasste.
Am 7. 7.1946 fand im Gasthof zur Post die erste Hauptversammlung mit 21 Mitgliedern statt. Der alte Verein wurde aufgelöst und die alte Satzung für ungültig erklärt. Der neu gegründete Verein erhielt den Namen "Spielvereinigung Langenneufnach". Die Vereinsfarben sind weiß-schwarz (weißes Hemd mit schwarzem Kragen und Ärmelaufschlag, schwarze Hose).

Die erste Vorstandschaft nach dem Kriege:
1. Vorsitzender: Max Micheler, 2. Vorsitzender Fritz Kellner, Schriftführer: Eugen Lehner,
Kassier: Martial Bauer
Technischer Leiter: Anton Schuster, Jugendleiter: Hugo Zimmermann
Der Vereinsbeitrag wurde für Schüler bis 14 Jahren auf 0,30 RM, für Mitglieder von 14 -18 Jahren auf 0,50 RM und für über 18 Jahren auf 1,- RM festgelegt.
Über die sportlichen Aktivitäten in den ersten Nachkriegsjahren bestehen keine Aufzeichnungen.

Groß gefeiert wurde das 25jährige Gründungsfest der SpVgg Langen­neufnach im Jahr 1949. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl auch nach außen zu demonstrieren wurde eine Fahne geweiht. Ein Pokalturnier betonte den sportlichen Charakter des Festes. Höhepunkt der Feierlichkeiten war sicherlich der Festumzug mit allen teilnehmenden Vereinen.

Einen nicht vorhersehbaren Aufschwung nahm der Verein in den 50er Jahren. Zunächst konnte der Verein finanziell auf eine gesunde Basis gestellt werden. Durch eine Reihe von sportlichen und gesellschaftlichen Veran­staltungen konnte der Verein schuldenfrei gestellt werden. Mit dazu beigetragen hat natürlich auch der sportliche Erfolg der Fußballmannschaft. Denn zu den Heimspielen erschienen regelmäßig etwa 200 bis 250 Zuschauer, die ebenfalls zur finanziellen Gesundung des Vereins beitrugen. Zu den Auswärtsspielen wurden Omnibusfahrten organisiert, um so die eigene Mannschaft lautstark unterstützen zu können.
Anfangs der 60er Jahre stand der Neubau des Sportheims im Vordergrund, der sich bis ins Jahr 1967 hinzog.
Neuer Schwung kam in das Vereinsleben, als ab 1969 Ernst Schanda das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm. Die erste Mannschaft errang die Meisterschaft in der C-Klasse. Mit den Jugendmannschaften ging es auswärts. Leider verlor die SpVgg ihren engagierten Vereins-vorsitzenden am 6. 11. 1971 durch einen tragischen Verkehrsunfall. Einen ehrenvollen Auftrag bekam die SpVgg im Jahr 1972 anlässlich der Olympischen Spiele in München: Drei verdiente Mitglieder (Schiegg Adolf, Geldhauser Werner, Brecheisen Josef) durften am Stafettenlauf für das Olympische Feuer teilnehmen.
Ansonsten standen die 70er Jahre ganz im Zeichen des Neubaus des Sport
platzes und der Erweiterung des Sportheimes.
1980 verlor die SpVgg Langenneufnach mit Josef Huber einen Mann der ersten Stunde. Er war es, der den Verein immer wieder aus der Talsohle
herausführte. Wenn ein Posten im Verein mangels Interesse der Mitglieder nicht besetzt werden konnte, war es der „Huber Sepp" der den ungeliebten Job übernahm. Ehrenvorstand Huber war bis zuletzt im Verein sehr aktiv.
Im Jahr 1984 wurde im großen Stil das 60. Gründungsjubiläum begangen. Als sichtbares Zeichen der Zusammengehörigkeit der mittlerweile 370 Mitglieder wurde eine neue Fahne geweiht.

Im Jahre 1994 wurde eine drohende Vereinsauflösung, nach dem Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden Wolfgang Zappe, in letzter Minute abgewendet. Mit Max Micheler junior stellte sich nach langwierigen Verhandlungen ein Mann für das Amt des ersten Vorsitzenden zur Verfügung, der von vielen im Saal als Wunschkandidat und Integrationsfigur bezeichnet wurde,
1994 verstarb mit Max Micheler der Mann, der nach dem Krieg dem Sportverein wieder auf die Beine half. Er war es, der 1946 die neue SpVgg gründete und mehrere Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm. Unter seiner Führung wurden die ersten Umkleidekabinen beim Sportplatz errichtet. Auch eine Theatergruppe wurde gegründet. Auch nach seiner Tätigkeit als 1. Vorsitzender stand Micheler dem Verein jahrelang als Ball­wart zur Verfügung. Am 05.01.1953 wurde er zum Ehrenmitglied und am 18.12.1981 zum Ehrenvorsitzenden ernannte.

Bau der neuen Sportanlage im "Hohen Licht"

Mit dem neu gewählten ersten Vorsitzenden Max Micheler kam nun auch Bewegung in die Sportplatzproblematik, denn noch vor einem Jahr sei dem Sportverein seitens der Gemeinde signalisiert worden, dass sich in den nächsten zehn bis 15 Jahren wohl nichts ändern werde.
Erst durch den gemeinsamen unermüdlichen Einsatz von Bürgermeister Josef Böck und 1. Vorsitzenden Max Micheler konnten im favorisierten Standort „Im Hohenlicht“ alle fraglichen Grundstücke von der Gemeinde erworben werden. Dann ging es Schlag auf Schlag. Im September 1997 fasste der Gemeinderat den Beschluss, den erworbenen Grund dem Sportverein zur Errichtung eines Sportgeländes zur Verfügung zu stellen. Zwei Wochen später zog die SpVgg mit dem Beschluss nach, das Sportgelände samt Sportheim zu erstellen. Unverzüglich wurden die Pläne den zuständigen Behörden zur Genehmigung vorgelegt. Nachdem auch die Zuschußzusage des BLSV vorlag konnte im Oktober 1998 durch Bürgermeister Böck und 1. Vorsitzenden Max Micheler der erste Spatenstich im Beisein des Bauausschusses getätigt werden.
Am 24. März 1999 erfolgte dann der offizielle Baubeginn der neuen Sportanlage. Aufgrund von Sandsteinvorkommen besonders im Bereich des neuen Hauptspielfeldes musste eine Niveauanhebung für den Bereich des Sportheimes und des Hauptspielfeldes vorgenommen werden, was allerdings zu Mehrarbeiten der Fundamente des Sportheimes führten.
Ein Husarenstück wurde dann am 30. Juni 1999 vollbracht, als das Festzelt zum 75. Jubiläum aufgestellt, die Turnhalle für den Festakt geschmückt und die Bodenplatte am Sportheim betoniert wurde. Eine einmalige Leistung in der Vereinsgeschichte.

Vom 02. bis 04. Juli 1999 wurde das 75-jährige Bestehen der SpVgg gefeiert.

Nicht desto Trotz konnte dann im Mai 2000 der Hebauf für den Sportheimrohbau gefeiert werden. Parallel zum Sportheimbau liefen die Planierungsarbeiten für die Spielfelder und Außenanlagen.
Im Jahr 2002 erfolgte dann die feierliche Einweihung der Sportanlage mit Sportheim vom 19. Juli bis 21. Juli. Höhepunkt des Festes waren aber der Festzug, der Gottesdienst mit Pfarrer Hundeck, der auch die Weihe des Sportheimes vornahm und die anschließenden Festansprachen.


Der Arbeit und dem Einsatz der vielen unermüdlichen Helfern ist es zu verdanken, das dieses größte Gemeinschaftswerk in der langjährigen Vereinsgeschichte vollbracht wurde. Insgesamt wurden für den Bau von rund 200 Vereinsmitgliedern etwa 20000 reine Arbeitsstunden erbracht.
Nach Fertigstellung der Sportanlage sollte auch der sportliche Aufschwung der Fußballer nicht ausbleiben. Denn schon in der Saison 2003/04 gelang der Aufstieg in die Kreisklasse, in der man auch  eine Saison erfolgreich vorne mitspielte.
Mit einem großen Prominentenspiel zwischen der Auswahl der Landkreiskicker und den Datschiburger Kickern sowie einigen Turnieren beging die SpVgg im Juli 2004 das 80-jährige Bestehen.

 

 

   

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